
Frau L. will nochmals vom weissen Risotto mit gegrilltem Radicchio. Ich dagegen möchte endlich eine alte Packung schwarzen Reis loswerden. Claudia macht schwarze Nudeln mit kurz gedünstetem Radicchio, die ich gerne nachgekocht hätte. Schwarze Nudeln sind keine im Hause. Kleinster gemeinsamer Nenner: Schwarzer Reis mit gegrilltem Radicchio darin und obendrauf der gedünstete Radicchio von Claudia. Es gibt Tage, an denen man als Koch einen Kopfstand vollführen muss, um etwas auf den Tisch zu bringen. Schmeckt eigentlich ausgezeichnet, müsste aber mit verbundenen Augen oder im Dunkeln gegessen werden. Wie in der blindenkuh. Alles schwarz oder fast schwarz. Wie sagte doch Wellington während der Schlacht bei Waterloo: Ich wollte es wäre Nacht…..  zum Rezept
Zutaten
wie beim Risotto di Radicchio. Anstelle von 200 g Carnarolireis: 200 g Riso Venere.
für den Finish:
1 Handvoll Radicchio rosso, grob geschnitten
1/2 Knoblauch, fein gewürfelt
1/2 kleine Schalotte, fein gewürfelt
1 Elf. Rosinen
Weisswein
Olivenöl
Chilipulver
| Riso Venere roh | Schwarzer Reis mit Apfelstückchen |
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Zubereitung
(1) Risotto analog Rezept zubereiten.
(2) Gegen Ende den Radicchio mit dem Knoblauch, der Schalotte in 1 Elf. Olivenöl zusammenfallen lassen, mit wenig Weisswein ablöschen, 1 Elf. Rosinen und einen Hauch Chilipulver zugeben und über den angerichteten Risotto verteilen.














Da sind doch durchaus farbige Blickpunkte zu erblicken – sowohl in Anwendung, Hantierung als auch Ausführung und Geschmacksbeurteilung. Kein Grund zum Schwarzsehen.
Von: kulinaria katastrophalia am Januar 26, 2008
um 4:59
an der “nacht” gibts doch nichts auszusetzen. die changiert ja chic zwischen schwarz, dunkelviolett und rottönen. ein bisschen, wie die modefarben für den vergangenen herbst!
Von: reibeisen am Januar 26, 2008
um 6:45
UNd, geht das Risotto genauso gut mit den schwarzen Reis? Dauert etwas länger, oder?
Farblich sieht es jedenfalls peppig aus!!!
Hauptsache, es hat geschmeckt…..Nimm’s mir nicht übel, ich bleibe beim traditionnnellen Risottoreis!
Von: Bolli am Januar 26, 2008
um 8:31
@kulinaria: wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich Frühling, nicht Herbst.
@reibeisen: gestylter Zufall.
@Bolli: wenn er in genügend Flüssigkeit gekocht wird, wird er schon weich, aber nie so schlunzig wie normaler Risotto. Ich sagte ja, ich musste ihn loswerden. Hab ihn mal gekauft für Fisch mit gelber Safransauce.
Von: lamiacucina am Januar 26, 2008
um 9:05
Der schwarze Reis ist zu diesem Gericht zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber gerade schlecht sieht es ja auch wieder nicht aus. Hauptsache, es hat Euch geschmeckt.
Und wer jeden Tag untadelige Meisterwerke zustande bringt, der werfe den ersten Stein
Von: Ulli am Januar 26, 2008
um 11:19
Schwarzen Reis habe ich auch noch nicht gesehen, geschweige denn gegessen, wird der auch durch Octupus-Tinte gezogen ???
Das wäre doch genau das Richtige, um im Dunklen zu essen (verzeih’, wenn ich Dich kränken sollte, ist nicht meine Absicht, es sieht trotz allem – wie alle Deine Gerichte – noch sehr appetitlich aus !).
Gibt es nicht ? Doch !
So habe ich es im TV einmal ansehen dürfen: Stock dunkler Raum, Menschen wurden an den Tisch geführt, hingesetzt, aßen und tranken im Dunklen, mit einer Spezial-Kamera wurde das ganze für Zuschauer sichtbar gemacht.
Eine neue Erfahrung, würde ich auch mal probieren.
Von: ultraistgut am Januar 26, 2008
um 3:34
@Ulli: Hauptsache er ist weg.
@ultraistgut: der ist nicht eingefärbt. Eine alte chinesische Sorte, die aber heute in der Po-ebene angebaut wird. Im dunkeln essen, genau das ist mein link auf die blindenkuh. Ich bin aber froh dass ich da nicht essen muss.
Von: lamiacucina am Januar 26, 2008
um 5:16
Also, ich finde die Kombination sehr interessant und hätte auch gern davon probiert, aber auf die Nachkochliste muss es nicht unbedingt.
Von: lavaterra am Januar 26, 2008
um 9:52
Danke für Deine Aufklärung, also mich würde es schon reizen, dort einmal blind zu speisen, das Drum-Herum (schöne Frauen, tolle Männer !!!) lenkt Dich dann vielleicht nicht so sehr ab, und Du kannst noch mehr genießen und schmecken.
Wer weiß ?????
Von: ultraistgut am Januar 27, 2008
um 9:20
@ultraistgut: schöne Männer müssten keine zugegen sein, Licht etc. genügt. Ohne Sehen schmeckt die beste Speise anders, falsch. Iss mal mit verbundenen Augen etwas Unbekanntes, das Dir Dein Partner hinstellt. Du wirst Dich wundern.
Von: lamiacucina am Januar 27, 2008
um 1:17
Hallo, auch ich habe kürzlich eine Packung schwarzen Reis geschenkt bekommen und bin noch etwas ratlos, was ich damit machen soll. Hast Du noch andere Ideen als Risotto?
Von: Kochknecht am Januar 27, 2008
um 3:00
@Martin: Risotto ist halt ein typisches “mit”-Gericht. “mit” allen möglichen Zutaten, aber doch immer Risotto. Für frittierte Bällchen (Arancini, supplì) klebt er zuwenig. Den letzten Rest hab ich zu gesprenkeltem “Dalmatiner”-Risotto verkocht. Wenn ich noch welchen hätte, würde ich ihn vielleicht in aufgestellte, verkürzte Cannelloni-röhren füllen mit Safransauce.
Von: lamiacucina am Januar 27, 2008
um 5:53
Ich denke auch, dass sich die schwarze Farbe nach Safran schreit. Vielleicht als Vorspeise mit gegrillten Gambas, Safransauce und Gurkenkompott. Zumindest farblich wäre das eine interessante Kombination. Lass Dich überraschen
Von: Kochknecht am Januar 27, 2008
um 11:31
[...] Zubereitung dieser Bittervariante des Genüsslichen, hat schon fast das gesamte Repertoire durch. Woanders wird das natürlich auch noch gefertigt (andere darben). Nur auf eine Variante kann andernorts auf [...]
Von: Überaus formidabel — längliche Radicchio-Offerten suggerierend wurde mittels Wildaprikose und wieder einmal vorzüglichen Agavendicksaft schnellstens vorspeislich zu Kredenzendes geschmurgelt und weil das durchaus sich dem Genusse nicht verschlieà am März 20, 2008
um 1:20