Schokoladequark mit Johannisbeeren

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Schokoladequark mit Johannisbeeren

Zuweilen gerät man in Situationen, in denen Männer, gefragt oder ungefragt, nur noch JA oder NEIN sagen können. Dieses einfache Dessert von Frau L. war für mich damals, vor 40 Jahren, eine Entscheidhilfe :-) . Die Amseln haben noch Johannisbeeren übrig gelassen, ein Grund, dass ich das Dessert nach jahrzehntelanger Verschollenheit, zum ersten Male selbst, zubereite. Ein köstliches Dessert aus einer Zeit, in der man sich unter Tirami-su noch nichts vorstellen konnte. Die Johannisbeeren wirken überhaupt nicht sauer. Ich habe mir überlegt, ob ich die Schokolade schmelzen sollte um den sandigen Eindruck zu vermeiden. Nein. Ich hab das Rezept unverändert belassen. Das Ei liesse sich allenfalls durch etwas Mascarpone oder stichfesten Quark ersetzen. Und wem das zuviel Arbeit ist, der findet hier ein Alternativrezept.
Alles andere wurde bereits von Schiller gesagt: O dass sie ewig grünen bliebe… usf. und wenn das nicht zutrifft: bin ich alt einst und verdrossen, denke ich, ich habs genossen.

Zutaten
für 2 Personen:
100 g Rahmquark
50 g dunkle Schokolade, 70% Kakao, gerieben (Bircherreibe oder feiner)
1 Ei
1 Elf. Zucker

150g Johannisbeeren (geht auch mit gefrorenen, man wartet dann halt 2 Stündchen)
4 Löffelbisquits grob zerteilt
2 Elf. Cognac
1 Elf. gehobelte Späne aus dunkler Schokolade

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fein geraspelte dunkle Schokolade

Zubereitung
(1) Schokoladebrösel, Quark, Ei und Zucker mit dem Schwingbesen sehr gut verrühren. Bei gröberen Bröseln sieht der Schokoladequark ein wenig nach Stracciatella-eiscreme aus.
(2) Löffelbiscuits in einem Glas oder einer Schale auslegen, mit dem Cognac tränken, abgebeerte Johannisbeeren einschichten und mit dem Schokoladequark überdecken.
(3) Mit Schokoladespänen und Johannisbeeren garnieren.

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15 Gedanken zu “Schokoladequark mit Johannisbeeren”

  1. Ich hätte die Schokolade vermutlich auch geschmolzen, ansonsten hört es sich sehr lecker an (mit den Löffelbiskuits und dem Cognac tatsächlich irgendwie wie eine frühe Tiramisu-Variante. Vielleicht ist Tiramisu ja auch als frühes Doping-Mittel von Schweizer Bergsteigern erfunden worden – vom Namen her würde es zumindest hinkommen ;-) ).

    Und wenn es für Dich eine Entscheidungshilfe gewesen ist, muss es gut sein ;-)

  2. Auf diese Art verpackt isst jeder Johannisbeeren – auch der größte Kostverächter :-); ich bin ja nicht so der Schokoladenfan, aber wenn das Herr D. sieht, dann ist es um ihn geschehen…..

  3. Lecker, Johannisbeer-Desserts kann ich im Moment gut gebrauchen!

    Die gestrigen Spaghetti wurden übrigens direkt von mir nachgekocht, ich konnte einfach nicht widerstehen ;-)

  4. Brav fein gerieben! 100 gehen ja gerade noch, bei mehr hole ich die Maschine raus. Aber in diesem Fall hätte ich wahrscheinlich auch geschmolzen…
    Schade, dass dir roten Johannisbeeren schon weg sind.
    Liebe Grüße

  5. @mipi: in 40 Jahren verändert man seinen Geschmack schon etwas, aber das Dessert hat immer noch geschmeckt.

    @eva: Schaut sich denn Herr D. Blogs an ?

    @Rosa: yeeeah.

    @Bolli: Gesundheitsschokolade, doch.

    @the rufus: ist der nicht schon vorbei ? und dort ist nur von Wurst und Kuchen die Rede.

    @sammelhamster: meine waren auch sauer drum das Rezept :-)

    @Marcie: der Arme muss Sahnesauce essen. Ach nein, Tomatensauce, hab ich auch immer zurhand um Kritiker zum Schweigen zu bringen.

    @Petra: ich hab noch eine Schachtel im TK.

  6. So macht Herr K. es auch. ” Was gibt’s denn heute in Basel?”
    Sieht lecker aus. Mal sehen ob ich noch an Johannisbeeren komme.

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