Kürbis-Gnocchi

Kürbis-Gnocchi mit Pilzragout

Kürbis-Gnocchi

Ein Kürbis kommt selten allein. Der schöne Teller mit den ausgestochenen Kürbisscheibchen ergab jede Menge Abschnitte. Kann man nicht wegwerfen. Ich hackte alles in kleine Stücke, würzte mit Piment und schob die Kürbistrümmer in den Ofen.

Kürbis-Gnocchi mit Pilzragout


Kürbis-Gnocchi (2015 09 09_8875)

Zutaten
750 g Kürbisfragmente, geschält
Nelkenpfeffer (Jamaicapfeffer)
30 g Hartweizendunst
30 g Weissmehl Typ 00
1 Eigelb
20 g Parmesan, fein gerieben
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Orangenöl

250 g Steinpilze
1 Schalotte, geschält, gehackt
je 1/2 Elf. Olivenöl und Butter
Thymian
1 dl Geflügelbrühe
Fleur de Sel
etwas Rahm
3 Tomaten Cornue des Andes, geschält, entkernt, Filets in Stücke geschnitten

Zubereitung
(1) Kürbis schälen und entkernen, in kleine Stücke schneiden. Mit etwas gemahlenem Nelkenpfeffer bestreuen. Im Ofen bei 200°C Umluft während etwa 20 Minuten rösten, gut ausdämpfen lassen. Durch die flotte Lotte drücken (braucht etwas Kraft und Geduld), Eigelb, Hartweizendunst, Weissmehl, Parmesan und Gewürze unter den noch warmen, durchgedrückten Kürbisbrei mengen. Gnocchiteig 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
(2) Den Gnocchiteig auf Hartweizendunst zu Rollen von 1 cm Durchmesser ausrollen, diese in 1 cm Stücke schneiden, zwischen den Händen rund abdrehen. Für Rillenreliefs habe ich im Moment keine Zeit. Das Buch. Der letzte Punkt.
(3) Gnocchi in knapp kochendem Salzwasser pochieren, herausheben, abtropfen lassen und in einer beschichteten Pfanne in wenig Orangenöl anbraten. Nach Bedarf nachwürzen.

Kürbis-Gnocchi (2015 09 09_8869)

für die Pilze:
(4) Pilze mit Messer, Bürste und mit angefeuchtetem Küchenpapier putzen, in grosse Ragoutwürfel oder Viertel schneiden.
(5) Pilze mit der Schalotte in Olivenöl-Butter anbraten. Würzen mit Thymian, Fleur de Sel und Pfeffer. Ablöschen mit Geflügelbrühe, kurz zudecken, bis die Pilze gar sind.
(6) Pilze über ein Sieb abgiessen, den Saft auffangen, Tomatenstücke zugeben und etwas einreduzieren, mit wenig Rahm binden. Pilze wieder zugeben, abschmecken und mit den inzwischen gebratenen Gnocchi servieren.

Kürbis gegessen.

37 thoughts on “Kürbis-Gnocchi mit Pilzragout”

  1. Guten Morgen, lieber Robert!
    Endlich (nach so langer Zeit!) komme ich mal wieder dazu, bei dir mit dem ersten Kaffee zu schmökern! Kann mich Eva nur anschließen – ob mit oder ohne Rillen, es sieht einfach unwiderstehlich aus!
    Wünsche dir und Frau L. einen schönen Tag!
    Ganz herzliche Grüße aus dem noch dunklen Hoffenheim,
    Yushka

    1. Danke für den netten Morgengruss (da war ich schon am korrigieren). So ein richtig voller Teller hat auch was für sich.Bald wirds ja wieder heller (für kurze Zeit) und meine PC-Zeit stimmt wieder mit der offiziellen Zeit überein🙂

  2. Makellose Steinpilze gibt es auch bei uns gerade. Eine schöne Verbindung, sie mit Kürbisgnocchi zu vermählen. Da komme ich ums Nachahmen kaum herum…

  3. Auch ich bin entzückt, und ich könnte, wegen Deines animierenden Rezeptes werde wohl, mich einmal mehr in Gnocchis versuchen, die mir mein Lebtag noch nie wirklich zue meiner Zufriedenheit geglückt sind. Standard-Kürbis haben wir immer hier, und Pilze sind in x Sorten auf dem Markt, nun auch wieder die wilden aus dem Dschungel, jedoch keine Porcini. Macht nichts, wir müssen nicht heizen🙂

  4. „Schwammerlgulasch mit Nockerl“ würde ich dazu sagen – für manche vielleicht achtlos, aber ich weiß so etwas sehr zu schätzen!!

  5. Gibt es davon auch eine vegane variante?? Bzw kann mann aufs ei und den parmesan verzichten?
    Ganz lieber gruss

  6. Hm. Wäre es nicht einfacher, den Kürbis zu pürieren? Oder ändert das etwas an der Konsistenz? Und du hast es geschaftft, 750g Kürbis mit nur 60 g Mehl und Gries zu binden? Unglaublich.

    1. im Cutter wärs wahrscheinlich einfacher gegangen als mit der flotten Lotte. Ich hatte den Kürbis im Ofen stark getrocknet, so dass die Aussenseite leicht ledrig war. Viel Mehl brauchts nur um viel Wasser zu binden. Dieser Trick hilft auch bei Kartoffeln.

  7. Sehr schön. Da weiß ichgleich, wo die Kürbisreste, die ich am Wochenende zu produzieren gedenke, landen werden. Und wenn ich Zeit habe, dann vielleicht sogar mit Rillen😉

    1. Wie machst Du das bloss ? pro Woche mindestens eine Rezension mit 5 sorgfältig nachgekochten Rezepten, dazu noch eigene Rezepte und jetzt noch Rillen😉

  8. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Auch wenn ich bis eben nicht wusste, dass es so etwas wie Hartweizendunst gibt, ich gebs zu.😀

  9. Bravo – steht auf meiner ToDo Liste!
    Irgendwo steht sicher auch: ‚wenn nicht anders angegeben dann sind die Rezepte für n-Personen’… habe das aber leider nicht gefunden. Bin mir hier nun nicht sicher ob mein Gusto darauf nach mehr schreit und ich somit bei 2 statt 4 lande….
    Schöne Grüße Axel

      1. Danke für die Erklärung.wieder etwas dazu gelernt. Das kenne ich so nicht, gibt es nicht in Luxemburg nicht zu kaufen.

  10. Guten Tag Robert
    Als erstes möchte ich dir für deinen tollen Blog und deine Rezepte danken. Sie inspirieren mich als Neuling und helfen mir seit kurzem super Gerichte hinzukriegen, wie z.B. die Kürbis Gnocchi.
    Ich habe es nachgekocht an Stelle von Dunst habe ich normalen Gries. genommen. Meine ersten selber gemachten Gnocchi zum Steinpilz habe ich noch Pfifferlinge beigemischt. War superlecker.
    Gruss Manfred

  11. Ein tolles Rezept, danke! Die Gnocchi sind allen Befürchtungen zum Trotz tiptop gelungen, ohne dass man Unmengen an Mehl dazugeben musste. Das Rösten im Ofen ist wohl einer der besten Tricks, die mir in letzter Zeit begegnet sind, sowohl für die Konsistenz als auch für den Geschmack ein wahrer Zaubertrick!

  12. Hallo Robert,
    Die Gniocchi sind uns arg in die Hosen gegangen. Schon beim Formen waren sie viel zu feucht, obwohl ich mehr Mehl nahm. Ev. weil wir Knöpflimehl, statt Hartweizendunst nahmen? Nach dem Kochen waren sie wässrig und sahen aus wie Hühnerhirnis. Was haben wir falsch gemacht?
    Die Pilze waren fabelhaft.
    Herzliche Grüsse
    Patrik

    1. Immer dasselbe: Kürbisse bestehen vor allem aus Wasser, besonders wenn es vor der Ernte geregnet oder der Gärtner mit dem Wasserschlauch nachgeholfen hat. Also muss man sie vorher im Ofen gut antrocknen lassen. Wie schnell das geht, hängt vom Ofen ab und von den Stücken. Klein geschnittene Würfel trocknen viel schneller als grosse Brocken. Oft hilft auch, die Ofentüre zwischendurch alle 5 Minuten kurz zu öffnen, damit der Dampf raus kann. Die Haut darf ruhig etwas lederig werden, aber nicht allzustark, sonst bringt man sie nicht mehr durchs passevite, dann muss man sie halt cuttern. Das braucht etwas Geduld und Erfahrung. Lieber zu trocken als zu nass. Mehl kann man leichter weglassen als Wasser nachträglich entziehen.
      Nur nicht aufgeben. Meine ersten Gnocchi waren auch zu nass. Heute passiert mir das nie mehr.

  13. Ich „würze“ mein Kürbisrezepte mittlerweile immer mit etwas Kürbisöl. Das macht den Geschmack intensiver. Danke für’s Rezept.

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