Kalte Tomatensuppe aus rohen Tomaten mit Zucchiniblüten im Grappateig

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To hot for love. Kalte Küche. Suppe aus rohen Zutaten, kalt gemixt und damit sich niemand verkühlt, wenigstens eine warme Suppeneinlage: Zucchiniblüten, in Tempurateig (nach Eline) ausgebacken. Mit Grappa. Es geht auch ohne Wodka. Auf einem Vorspeisenbuffet serviert, wären die knusprigen Blüten im Nu weg, so gut schmecken sie.

Zutaten
für 2 Personen

etwa 800 g reife Tomaten mit wenig Kernen, halb/halb Ochsenherz und Ramati
4 kleine Frühlingszwiebeln, Grün und Weiss separat gehackt
1 Peperoncinoschote entkernt, gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
2 Toastbrotscheiben, entrindet
1 Zweig Origano
etwa 10 Blätter Basilikum
1 kleine Zucchinifrucht, fein gewürfelt
4 Zucchiniblüten
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette

für den (wirklich tollen) Tempurateig:
50 ml Eiswasser
25 ml Grappa
40 g Weissmehl
9 g Reismehl
½ Tlf. Backpulver (knapp)
kein oder nur ganz wenig  Salz

Olivenöl zum ausbacken


Zubereitung

(1) Tomaten kreuzweise einschneiden, kurz blanchieren, Haut abziehen, würfeln. Tomaten mit dem Zwiebelweiss, den Toastbrotwürfeln, dem Peperoncino, Knoblauch und den Kräutern zu einer Suppe mixen. Würzen. Ein Schuss Olivenöl schadet auch nicht.
(2) Suppe mit den Zucchiniwürfeln und dem Zwiebelgrün bestreuen (wegen knack und damit die Einlage nicht ersäuft)
(3) Die Zutaten für den Tempurateig unmittelbar vor Gebrauch mit dem Stabmixer mixen, Blütenkelchblätter, -stempel und Stiel der Zucchinblüten entfernen und die Blüten durch den Teig ziehen und in Olivenöl ausbacken. Überschüssiges Öl mit Küchenpapier entfernen, salzen.

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Na ja, ein Messer muss zum Löffel mitserviert werden.

mein Beitrag zum Tomatenevent vom Gaertnerblog, betreut durch die nimmemüde Sus vom Corumblog.

Garten-Koch-Event August 2012: Tomaten [31.08.2012]

und weil wir gerade so schön am Abarbeiten von Pflichtevents sind, hier der von Barbara alljährlich ausgerufene, wiederkehrende Ausblick aus dem Küchenfenster. Im Sommer 2012, im Frühjahr 2011, im Winter 2010, im Frühjahr 2009. Jahr für Jahr derselbe Ausblick, wie das eben bei sesshaften Menschen der Fall ist.

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Blick aus dem Küchenfenster: Sommer - bis 31.08.2012

18 thoughts on “Kalte Tomatensuppe aus rohen Tomaten mit Zucchiniblüten im Grappateig”

  1. Ohne Baum, mit püscheligen Kräutern, die für die Fensterbank erstaunlich püschelig sind!
    Zucchiniblüten mit Tempurateig ist vorgemerkt.

  2. Verführerisch, da hier momentan auch die kalten Speisen vorherrschen. Allerdings bin ich dazu übergegangen, die gebackenen oder frittierten Beigaben auf einem Extra-Tellerchen zu servieren, sie weichen in der Suppe so schnell auf.

  3. Ach, ächz…….meine Traumkombi. Ich habe allerdings gelernt, dass alle mir bekannten Italiener den Tempurateig verschmähen. Schad drum finde ich, der ist ausnahmsweise mal besser als das, was die italienische Küche zum Tunken verwendet.

  4. Ich kann keine Zucchiniblüten frittieren – mein Nachbar hatte letztes Jahr fast eine Zucchini-Überdosis, deshalb hat er heuer keine gepflanzt. Was ihm fast ein bisschen Ärger mit seiner Frau beschert hat… Nächstes Jahr muss er aber wieder – dafür werde ich sorgen ;-)

    Aber das kalte Süppchen kann ich heute Mittag grad basteln – bei mir dümpeln nämlich noch zwei Kilo Ochsenherzen rum. Und alle andern Zutaten habe ich auch da (sogar eine kleine Zucchini – gekauft im Bioladen).

  5. Das sieht ja fast zu schade zum Essen aus. Ich hoffe, das Photographieren ging schnell genug, damit Ihr auch noch in den vollen Genuß gekommen seid.

    Liebe Grüße, Sus

    P.S.: Meine Zucchinipflanzen produzieren dieses Jahr ausschließlich Blüten, setzen aber keine Früchte an. Vielleicht sollte ich denen mal Deine Photos zeigen…

  6. @Micha: die Kräuter sollen uns den fehlenden Baum ersetzen.

    @bee: die gebackenen Teilchen gehören unbedingt auf einen separaten Teller, ich bin es nur nicht gewohnt, 2 Teller auf demselben Bild zu fotografieren :-)

    @Überall & Nirgendwo: mit dem Grappazusatz werden ihn auch die Italiener mögen.

    @Wilde Henne: ausgerechnet heute regnet es, da solltest Du eher zu einer warmen Suppe greifen. Die Suppe wird mit den rohe Bundzwiebeln etwas scharf. Wer das nicht mag, nimmt weniger oder blanchiert sie vorher.

    @Britta: den Teig muss ich auch mal mit Salbeiblättern probieren, dann mit Wacholderschnaps.

    @lieberlecker: wer sich den events versagt, ist gleich vergessen ;-)

    @Rosa Mayland: not very refined but it saves al lot of heat and electricity.

    @Sus: die Suppe wurde nicht kalt, und die Zucchiniwürfel verhinderten ein Absinken der Einlage.

    @Klärchen Kompott: kommt schon noch, der Sommer ist noch nicht vorüber. Tomaten übersteigen meine Gärtnerkünste, ich kann nur Zucchini.

  7. Vor ein paar Tagen hatte ich mich an einem Fritto Misto probiert und die Fische nur in Mehl gewendet. Es war nicht schlecht, aber richtig überzeugt hat es uns nicht. Das werde ich demnächst nochmal probieren und dann mit Deinem bzw. Elines Tempurateig. Und mit Grappa fängt man mich sowieso immer ;-)

  8. So eine Suppe (allerdings ohne Zucchiniblüten) gab bei uns als es im Juli kurzfristig heiss war. Im Moment habe ich die “Salatwochen” ausgerufen. Heute abend: “Cesar’s Salad”; ausstehen tut noch der Salat Catalan, den hier traditionell der Hausherr zubereitet. An dieser schönen Tradition wollen wir auch nicht rütteln! :-)
    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende, Brigitte

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